Fazit aus Orgasicht (mit inhaltlichen Einsprengenseln) #icbildung

Vorab:

Das Tübinger Team hat sich entschlossen kein #icbildung mehr in dieser Zusammensetzung zu machen, das Format ist also frei für andere Gastgebende/Unterstützende. Bitte an og@ogok.de wenden.

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Ein paar Nachlese-Gedanken aus Orga-Sicht. Ich hänge mich mal an das in der Feedbackrunde (nicht der Perlenlese, die eher inhaltlich war) gegebene Feedback und kommentiere.

  • Es kam die Anregung, (mögliche) Themen und Interaktionsformen stärker auf der Website zu erwähnen. Ich denke wir haben das bereits gemacht, aber die Bereitschaft der Leute, sich einzulesen jenseits von “Promi X redet über Mainstreamthema X” scheint niedrig.
  • Wir hatten am Vorabend (bzw am Morgen?) entschieden,  mehr Interaktionspausen (30 statt 15 min) einzubauen und die Möglichkeit zu schaffen, Themen nachzumelden (die es eh immer  gilt, aber so man es nicht laut sagt, versacken sie.) Meine Hypothese war, dass diese Pausen von den Sessions “gefressen” werden, was für einige auch so war. D.h. man müsste Sessions ‘gewaltsam’ beenden. Andere Idee:  Man plant nach jeder 2. Sessions ‘Lightningsessions’ von zusammen 15 min ein, in die Kurzberichte aus Sessions, Fragen oder neue Sessionsideen reingegeben werde. d.h. die Zeit ist nicht als Pause sondern als Kurzsession deklariert.
  • Also z.B.
    Session 9:00-945

Session 10:00-1045
Blitzsession/Plenum 1100-1115
Session: 1115-12:00
Session 12:15:1300
Lunch: 13:00-13:45
Bltzsession: 13:45:1400
Session: 1400-1445

Session

Pause + Blitzsession etc.

 

  • Früher planen. D.h. ein Vorlauf von mehr als 6 Monaten ist wünschenswert.
  • Termingroßwetterlage berücksichtigen.
    Wir dachten zwar, dass wir alle Notengebungs-Endspurtzeiten ausgeklammert hätten, hatten aber Berichtszeiträume in bestimmten Schulformen übersehen. Aus meiner Sicht ließe sich das nur durch ein ‘diverseres’ erweitertes Orgateam abfangen.
  • Multiplikatoren früher kontaktieren.
    Also Gesamtelternbeiräte, Gewerkschaft etc etc. aus meiner Sicht wäre hier die Lösung ebenfalls durch Diversität im Orgateam das Event als GEMEINSAMES Event verschiedener ‘Plattformen’ (Eltern, Vereine,Schüer*innen,  Lehrer*innen,Politik Wirtschaft, Verwaltung, Erwachsenenbildung) aufzusetzen und so ein ‘Unser-Event-Gefühl’ zu erzeugen.
  • Die ‘Graswurzelebene’ wurde als gute Basis empfunden, es wurde aber gewünscht, dass ‘Zugpferde’ anwesend sind, die Besuchende anziehen. Ich orientiere mich hier eher am Open-Space-Prinzip: “die Anwesenden sind immer die Richtigen”. Hypothese:Promis führen zu Konsumhaltung. (Camp-Promis bilden sich nach spätestens 3 Jahren ohnehin heraus ;))
  • Man habe sich mehr Innovationsthemen erhofft.
    Nun, da hilft nur: selber welche mitbringen. Und wenn man noch nichts “kann oder weiß” bringt man Fragen mit. Wir stellen aber fest, dass wir ohnehin an der Bugwelle der Innovation diskutiert haben.
  • Es wurde gewünscht, dass wir Bildung definieren und dadurch die Zielgruppe stärker eingrenzen. Ich halte das nicht für produktiv, da jedenfalls meine Idee war, eine möglichst diverse Gruppe zusammenzubringen. D.h. ich halte es eher für produktiv, den Kreis der Eingeladenen so weit wie möglich zu ziehen. wer NICHT kommt, weil er/sie das Gefühl hat, dass es nicht ‘passt’ – nun, der/die wird auch keine Spaß im Camp haben,  weil der Fokus auf dem Unpassenden liegt.
  • Sowohl von Eltern als auch von Lehrer-/Schulleitungsseite wurde positiv betont, dass die egalitäre Begegnung zwischen Eltern und Lehrenden positiv war. also: unbelastet von den sonstigen Themensetzungen und Machtgefällen.
  • Es wurden Infos auf der Homepage angemahnt, worum es gehe, was auf einen zukommt und eine klarerer  Themenumreißung gewünscht. Einerseits gab es genau diese Themenskizze auf der Seite und andererseits gilt das oben gesagte: Sonst muss man eine Tagung machen. Es wurde gesagt, dass ‘die Lehrer’ sonst nicht kommen. Ich denke, dass genau die kommen, die das offene Format verstehen neugierig sind. Es wurde auch angemerkt, dass eben genau die Undefiniertheit den Reiz ausgemacht habe und das Barcamp-Format wurde gelobt. Auch das  mehr Zeit für Gespräche wg längerer Pausen war, wurde als positiv angemerkt. Hier ist zu sagen, dass es wegen der Abreise der Meisten kein Abendprogramm gab und dass auch am Vorabend nur wenige da waren. Wir hatten, weil sehr wenige Anmeldungen da waren, auf einen Tag gekürzt.

    Ich denke , dass sich durch Lightningsessions oder z.B. ein World Cafe am Starttag (oder Folgetag?) eine klarerer Themenstrukturierung, Ergebnissicherung und Fokussierung ergeben könnte. Also z.B.

    – Vorabenddtreff
    – Samstag Vormittag: World Café (mit Fragestellungen aus der Runde bzw unter Abdeckung aller ‘Zielgruppen’, z.B. “die Schule der Zukunft aus Sicht der (GruppeX)”)
    – Samstag Nachmittag + Night Sessions Barcamp+Lightning (ggf abends parallel auch Workshops oder Spieleabend, ggf.’Resolutionsworkshop’ o.ä.))
    – Sonntag Vormittag Barcamp+Lightning, Sonntag nachmittag Abschlussworldcafe (Result sharing?), Feedbackrunde (Inhalt und Form getrennt)
  • Insgesamt hat das Camp auch sehr gut funktioniert ohne WLAN und Mobilempfang  (es war zwar eines eingerichtet, aber… ehm… nicht für unseren Gebäudeteil).

 

Noch ein paar Beobachtungen aus meiner Sicht:

  • Ich denke es könnte am besten funktionieren, wenn man das Camp regional an diverse Institutionen anhängt, die auch Mitveranstalter sind. (Ggf kann das Camp sogar ‘pädagogischer Tag’ an einer Schule sein; auch wenn sich dadurch ein Lehrenden-Übergewicht ergäbe, das müsste man sehen…) Durch eine stärkere Anbindung an einen (wechselnden?) Ort kann man immer neue Menschen erreichen und ggf. eher Sponsor*innen finden
  • Da wir lange keine Buchungen hatten, mussten wir das Catering auf Bestellpizza umstellen, das war etwas viel Pizza an zwei Tagen. Hier wären Alternativen zu recherchieren.  Allerdings hat Pizza den Vorteil, dass man zum Essen nur Servietten braucht und sonst keine Spülinfrastruktur, Geschirr etc. Belegte Brötchen sind sicher eine Option, was noch?

 

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